Herzlich willkommen auf den Seiten der Medienkulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz!

 

Die Medienkulturwissenschaft geht von einem wechselseitigen Konstitutionsverhältnis von Medien und Kultur aus: Jede Kultur prägt ihre medialen Formationen, ebenso wie umgekehrt alle kulturellen Prozesse grundlegend durch Medien bestimmt sind. Medien werden also nicht als neutrale Übertragungskanäle, sondern als aktive Mittler des menschlichen Weltbezugs gefasst. Medien prägen die sinnliche Wahrnehmung, sie dienen der Erzeugung, Speicherung und Verarbeitung von Wissen, sie gestalten soziale Beziehungen und politische Öffentlichkeiten. Ausgangspunkt des Faches ist somit ein weiter Medienbegriff, der neben klassischen Massen- und Kommunikationsmedien (Buch, Zeitung, Film, Radio, Fernsehen, Internet) auch technische Apparate und Institutionen, Milieus, Architekturen, Transportinfrastrukturen und Körper als Medien begreift. Nach diesem Verständnis sind Medien nicht allein auf menschliche Kommunikation und Sinnvermittlung ausgerichtet, vielmehr rücken Medien in ihrer spezifischen Eigenlogik, d.h. in ihrer Materialität, Funktionsweise und ökologischen Einbettung in den Blick.

Das Studium der Medienkulturwissenschaft vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten

  • zur theoretisch-systematischen, historisch wie methodisch fundierten, kritischen Analyse analoger und digitaler Medienkulturen und ihres Wandels,
  • zur wissenschaftlich reflektierten Auseinandersetzung mit Fachdiskursen und gesellschaftsweit geführten Debatten sowie
  • zur kompetenten Beurteilung medienkulturell profilierter Problemlagen in den Bereichen Kunst, Gesellschaft, Wissenschaft und Technik.

 

Der Masterstudiengang Medienkulturwissenschaft ist im Aufbau und wird voraussichtlich zum Wintersemester 2020/21 (Bewerbungsschluss 15. Mai 2020) starten. Weitere Informationen werden in Kürze hier bereitgestellt.