Der forschungsorientierte Masterstudiengang Medienkulturwissenschaft befähigt zur kritischen Analyse digitaler und analoger Medienkulturen auf der Grundlage theoretischer, methodischer und historischer Kompetenzen.
Als kulturwissenschaftlich ausgerichtete Medienforschung geht das Fach von einem weit gefassten Medienbegriff aus, der über Massen- und Kommunikationsmittel hinausgeht. Zum Gegenstandsbereich gehören daher vielfältige mediale Phänomene, etwa Kulturtechniken und Medienpraktiken, Infrastrukturen und Architekturen, Körper, Bilder und Diskurse, soziotechnische Netzwerke, digitale Plattformen und andere mediale Umgebungen. Die Erforschung von Medienkulturen nimmt dabei die komplexen Wechselwirkungen zwischen Medien und Kultur, von Technologie und Gesellschaft, Kunst, Wissenschaft und Macht in den Blick.
Das auf vier Semester angelegte Masterstudium lässt sich bspw. auch in sechs Semestern absolvieren. Dies kann sich etwa im Fall von Studienaufenthalten oder Praktika im Ausland oder aufgrund einer Berufstätigkeit empfehlen. Grundsätzlich ist das dritte Fachsemester als Mobilitätsfenster vorgesehen.
Die im Studiengang Medienkulturwissenschaft erworbene fachliche Expertise und die eingeübten Fähigkeiten, insbesondere problemorientiertes und differenziertes Reflexionsvermögen, qualifizieren Absolvent:innen nicht nur für eine weitere akademische Laufbahn (Promotion), sondern auch für verschiedene anspruchsvolle Berufsfelder im Bereich Medien und/oder Kultur. Als Studienstandort tragen die Stadt Mainz und die gesamte Metropoloregion Rhein-Main mit ihren zahlreichen Kultur- und Medieneinrichtungen zu einem idealen Umfeld für spätere Karrierewege bei.
Die Studienfachberatung informiert zu folgenden Fragen:
- Interesse am Fach und Studium der Medienkulturwissenschaft
- Aufbau und Inhalt des Studienfaches
- Studienplanung
- Anerkennung von Studienleistungen bei Fach- oder Hochschulwechsel
- Auslandsaufenthalte (insb. Erasmus)
Beratungstermine nach vorheriger Vereinbarung per Mail
Am Dienstag, 21. Oktober 2025 finden zwei Einführungsveranstaltungen für Bachelor- und Masterstudierende am FTMK statt:
10-11 Uhr
Allgemeine Begrüßung für alle neuen Studierenden am FTMK
Raum P2 (Hörsaalgebäude Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, Mainz)
11:30-12:30 Uhr
Fachspezifische Einführungsveranstaltung für die Studienanfänger:innen des MA Medienkulturwissenschaft
Raum P13 (Hörsaalgebäude Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, Mainz)
Hier erhalten Sie wichtige Informationen über das vor Ihnen liegende Masterstudium und einen Einblick in das fachspezifische Profil. Außerdem lernen Sie das Team kennen und haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Bei Fragen wenden Sie Sich bitte an die Studienfachberaterin der Medienkulturwissenschaft Frau Dr. Franziska Reichenbecher.
Als Studierende der Medienkulturwissenschaft haben Sie die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren. Dafür können Sie im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ aus einer Vielzahl attraktiver Studienstandorte im europäischen Ausland wählen. Auch bei Praktika sowie Aufenthalten in außereuropäischen Ländern unterstützen wir Sie gerne.
Wenn Sie Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben, nutzen Sie bitte im ersten Schritt die beiden Informationsangebote der Abteilung Internationales der JGU:
Im zweiten Schritt wenden Sie sich gerne an die Erasmus-Fachkoordination der Medienkulturwissenschaft Frau Dr. Franziska Reichenbecher.
Beim Verfassen schriftlicher Hausarbeiten in den von der Medienkulturwissenschaft angebotenen Lehrveranstaltungen richten Sie sich bitte ab sofort nach dem neuen Leitfaden inkl. Stylesheet des FTMK. Hier finden Sie alle wichtigen formalen Vorgaben zu Umfang, Abgabe und Formatierung von Hausarbeiten, ausführliche Anleitungen und Beispiele zur Zitation unterschiedlicher Arten von Quellen sowie allgemeine Richtlinien wissenschaftlichen Arbeitens und methodische Hilfestellungen für die Gliederung von Hausarbeiten, Themenerschließung und Arbeitsorganisation.
Ab Dezember 2025 ist der Leitfaden inkl. Stylesheet des FTMK bevorzugt zu verwenden. Im laufenden WiSe 25/26 werden übergangsweise auch Arbeiten akzeptiert, die dem bisherigen Stylesheet der Medienkulturwissenschaft entsprechen. Ab 1. April 2026 gilt der FTMK-Leitfaden inkl. Stylesheet dann verbindlich für alle Fächer am Institut. Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an die Studienfachberatung.
Das Studienbüro FTMK ist für die Organisation aller Studiengänge des Instituts zuständig. Bei Fragen zu Studienstruktur, Verlaufsplanung, Semesterplanung, Prüfungsordnung, Anmeldung zu Prüfungen, zum JOGU-StINe oder zu Fristen und Terminen können Sie gerne die Sprechzeiten der jeweiligen Ansprechpartner:innen wahrnehmen und einen Termin vereinbaren.
Aktuelle Lehre
Seminar
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Critical AI Studies. Perspektiven auf neue Technologien
Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Gabriele Schabacher -
S Historiographie der Medien
Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Gabriele Schabacher -
S Mediengeschichte der Kultur
Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Gabriele Schabacher -
S. Ausgewählte theoretische Ansätze: Critical AI Studies. Perspektiven auf neue Technologien
Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Gabriele Schabacher -
S. Ausgewählte theoretische Ansätze: Theorie und Geschichte fotografischer Medien
Dozent:in: Mona Wischhoff-Sommer
Übung
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Ü. Lektürekurs
Dozent:in: Elena Backhausen M.A.; Dr. Britta Ohm; Dr. Clara-Franziska Petry; Dr. Franziska Reichenbecher; Katrin Schmitz
Kolloquium
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K Besprechung laufender Forschungsprojekte
Dozent:in: Dr. Franziska Reichenbecher; Univ.-Prof. Dr. Gabriele Schabacher
Projektseminar
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PrS Projektseminar Ia: Medien der Reklame. Werbebilder und Praktiken des Sammelns in der Moderne
Dozent:in: Dr. Franziska Reichenbecher; Mona Wischhoff-Sommer -
PrS Projektseminar Ib: Medien der Reklame. Werbebilder und Praktiken des Sammelns in der Moderne
Dozent:in: Dr. Franziska Reichenbecher; Mona Wischhoff-Sommer
SoSe 2026
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Masterarbeitsthemen (Auswahl)
Medienpraktiken des Data Poisoning. Pharmakon und Pharmakeus im Kontext von bildbasierten Praktiken des Vergiftens und Immunisierens von KI (Josias Dinner)
Musikvideos in der Populärkultur. Eine Untersuchung des Storytellings, der Gestaltung und der kulturellen Relevanz von Musikvideos durch den Einfluss von Digitalisierung und technologischer Innovation (Patrizia Werner-Meier)
Medien der Kommune: Medienpraktiken in der Aktionsanalytischen Organisation am Friedrichshof 1974-1991 (Damaris Cichowski)
Interactive Narrative Games. Entscheidungseinfluss in Life is Strange und Detroit: Become Human (Jessica Kuhr)
Der Nationalpavillon als Medium. Die Rolle des Pavillons auf der Architekturbiennale 2023 (Johanna Peter)
Inszenierte Authentizität. Eine Analyse der Fotopraktiken von Instagram und BeReal (Wencke Conradi)
Musik in Listen – Playlists auf Spotify: Formen, Funktionen, Medienpraktiken (Mona Moussa)
Politische Protestkultur auf Instagram. Die Zirkulation des visuellen Widerstandes in Iran 2022/2023 (Julia Scherf)
Licht und die Techniken der Interferometrie. Zur Stabilisierung eines flüchtigen Phänomens in der Wissenskultur um 1900 (Alexander Laser)
Kulturtechniken des (Ab)Heftens. Medien, Möbel & Mobilisierungen bürokratischer Papierarbeit (Niklas Kattwinkel)
True Crime-Podcasts. Audiomedien zwischen Fiktion und Forensik (Julia Thielen)
Eine Besonderheit des Masterstudiums der Medienkulturwissenschaft in Mainz sind unsere Lehrprojekte. Studierende haben hier die Möglichkeit, eigene Forschungsarbeiten zu entwickeln und durchzuführen, die sie im Anschluss auch hochschulöffentlich präsentieren. In den Projektseminaren beschäftigten wir uns jeweils vertiefend mit einem aktuellen Thema und realisieren gemeinsam ein größeres Projekt wie etwa eine Ausstellung, eine Website, eine Konferenz etc.
Prof. Dr. Gabriele Schabacher und Dr. Franziska Reichenbecher
Welche Rolle spielen Medien für Prozesse der Klassenbildung und Sortierung? Wie funktionieren Listen, Ranking, Kleidungscodes oder performative Unterscheidungspraktiken? Die Studierenden entwickeln hierzu eigene Forschungsbeiträge, die sie auf der Masterkonferenz »Doing Class« präsentieren.
Mona Wischhoff, M.A. und Dr. Tom Ullrich
Die Studierenden entwickeln in Auseinandersetzung mit Objekten der Kartensammlung des Geografischen Instituts die Ausstellung »unboxing maps. Karten, Medien, Praktiken« in der Schule des Sehens (25.9.–25.10.2024) sowie die begleitende digitaler Präsentation. Dabei werden kartografische Repräsentationen der Stadt Mainz und Umgebung als mediale Artefakte sammlungs- und objektbezogen untersucht.
» Mehr zum Lehrprojekt »Karten ausstellen, Räume versammeln«
» Zur digitalen Präsentation der Ausstellung »unboxing maps«
Prof. Dr. Gabriele Schabacher und Dr. Franziska Reichenbecher
Das Lehrprojekt fragt aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive nach dem Einsatz von und der Forschung zu KI-Technologien und maschinellem Lernen. Die Studierenden produzieren eigene Desktop Documentaries zu spezifischen Anwendungsfällen von KI und ihrer Resonanz im Netz.
Prof. Dr. Gabriele Schabacher und Tom Ullrich, M.A.
Wir behandeln die Geschichte und Gegenwart der Errichtung, Verschiebung und Infragestellung der Tier-Mensch-Grenze aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive. Die Studierende entwickeln eigene Forschungsbeiträge und präsentieren sie auf der Masterkonferenz »Tier-Mensch-Relationen in der Gegenwartskultur« am 14. und 15. Juli 2022.
Prof. Dr. Gabriele Schabacher und Franziska Reichenbecher, M.A.
Das Lehrprojekt dreht sich medialen Konstruktion des Gesichts. Die Studierenden entwickeln eigene Forschungsbeiträge und präsentieren ihre Ergebnisse (coronabedingt online) in einer gemeinsam konzipierten Website.
Die Fachschaft vertritt die Studierenden des Masterstudiengangs Medienkulturwissenschaft. Sie setzt sich für studentische Interessen ein und steht beratend bei Fragen rund um das Studium zur Verfügung. Derzeit übernehmen Amelie Gradaus, Mo Stärck und Katrin Süshardt diese Aufgabe.
Kontakt: fs-medienkultur@uni-mainz.de
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